Das Clickertraining baut auf positiver Bestärkung auf. Das bedeutet sozusagen das „Lernen am Erfolg“. Diese Methode wird gern angewandt, da sie stressfreies und präzises Lernen ermöglicht. Durch
die Verwendung dieser Methode kann das Tier selbst Dinge erlernen und sich Ideenreichtum aneignen.
Man belohnt demnach nur noch gewünschte Verhaltensweisen und ignoriert Unbrauchbare (ohne den Einsatz von Strafe). Der Clicker ist hierbei der sekundäre Verstärker, der punktgenau bestätigt. Die
primären Verstärker sind dann die eigentliche Belohnung, wie z.B Futter; sie folgen im direkten Anschluss an den Click.
Das Tier muss den Clicker natürlich zunächst mit etwas Positivem verknüpfen. Hierfür wird am besten Futter benutzt. Diesen Vorgang nennt man auch Konditionierung. Einsteigen kann man grundsätzlich immer, überall und mit jedem Tier. Wichtig ist, sich anfangs eher in einer vertrauten, ruhigeren und reizarmen Umgebung aufzuhalten, um dem Tier die Chance zu geben, sich voll und ganz auf das Wesentliche zu konzentrieren. Sobald die Sicherheit zunimmt, kann man die Umgebung auch verändern und unter Ablenkung trainieren.
JEDER CLICK IST EIN VERSPRECHEN! (Click=Futter)
So ist es also wichtig, dass, ganz gleich, was der Trainer geclickt hat (auch wenn es ein Fehler des Trainers war oder aus Versehen passiert ist): das Futter muss fliegen!
Ebenso ist es wichtig für den Trainer, das richtige Timing beim Clicken zu erlernen. Die positive Bestärkung muss punktgenau kommen, um Erfolge zu erzielen. Das Futter muss unmittelbar
(spätestens 2 sec. nach dem Click) fliegen.
Und natürlich das Wichtigste: DU KRIEGST, WAS DU CLICKST. Also sollte man sich wirklich darauf konzentrieren, was man belohnen möchte, damit das Trainingsziel ohne unnötige Umwege erreicht werden
kann.
Ein zusätzliches Instrument beim Clicker-Training ist das Einsetzen eines „Jackpots“. Das ist sozusagen eine höherwertige Belohnung. Dabei kann man entweder eine höhere Menge an Futter fliegen
lassen, ein anderes „besseres“ Futter nutzen oder ins Spiel übergehen. Der Jackpot kommt zum Einsatz, wenn das Tier von sich aus immer weiter über sich hinauswächst.
Variabilität ist ebenfalls wichtig beim Clickern. Das heißt, dass man immer wieder abwechselnd größere und kleinere Schritte des Tieres belohnt (also auch mal ein paar Schritte zurück geht). So
lernt das Tier nicht, dass immer IMMER an diesem Punkt Futter kommt, sondern dass es sich auch mal mehr oder weniger anstrengen muss und sich somit auch mehr zutraut.